Franz Schubert (1797-1828) komponierte sein WIEGENLIED OP 98/2 (D 498) („Schlafe, schlafe, holder, süßer Knabe, leise wiegt dich deiner Mutter Hand“) im November 1816. Der Textdichter ist unbekannt.
Es handelt sich dabei um ein schlicht gehaltenes, anmutiges Strophenlied (3 Strophen) in der Tonart As-Dur, formal-inhaltlich ist der Satz mit 10 Takten recht knappgehalten. Am Ende jeder Strophe hat das Klavier 2 Takte Nachspiel.
Der deutsche Cellist und Komponist Hugo Becker (1863-1941) hat sich Schuberts Wiegenlied angenommen und für die Besetzung Violoncello und Klavier bearbeitet (Transposition nach D-Dur).
Becker folgt im Wesentlichen der originalen Struktur, die Melodie erklingt, den Strophen gemäß, dreimal, jeweils mit Zwischenspielen des Klaviers von jeweils 2 Takten. Eine Coda von 7 Takten, bei der das Cello auf einem taktweise lang gehaltenen d einen als Viertelnote im Wechsel mit Viertelpausen gesetzten „Pizzicato-Ton“ a spielt, die Klavierstimme die Zweitakter des Zwischenspiels in verschiedenen Lagen mehrmals wiederholt und zum Ende hin mit Akkorden abkadenziert, beschließt diesen kleinen Satz.
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