Leó Weiner (1885-1960), ungarischer Komponist und Pädagoge jüdischer Abstammung, galt als einer der einflussreichsten Komponistenpersönlichkeiten Ungarns in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unter anderem Géza Anda, György Kurtág und Georg Solti zählten zu seinem großen Schülerkreis.
In seinen Kompositionen, die sich überwiegend dem Bereich der Kammermusik zuordnen lassen, verbindet Weiner folkloristische Einflüsse mit spätromantischer Harmonik und klassischen Satzformen zu einer höchst originellen, fantasievoll ausgestalteten Klangsprache.
Vorliegend hier nun die 1912 erstveröffentlichte SONATE D-DUR OP 9 für Violine und Klavier, ein in 4 Sätze gefasstes Werk, das aufhorchen lässt.
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