Vorliegend hier in der „nach den Autographen, frühen Abschriften und Erst- bzw. Frühdrucken“ von Reginald Barrett-Ayres und H. C. Robbins Landon herausgebrachten „Urtext-Ausgabe“ der Stimmensatz zu Joseph Haydns QUARTETT F-DUR OP 77/2 HOB 3/82 aus der 1799 entstandenen Serie der ‚2 Streichquartette op. 77 Hob. 3/81-82‘, die dem „Fürsten Joseph Franz Maximilian Lobkowitz“ gewidmet sind und das 66. Bzw. 67. der heute als gültig befundenen 68 Streichquartette Joseph Haydns bilden.
Es handelt sich um Werke höchster musikalischer Kunst, in denen sich all die kompositorische Reife und Originalität ihres Schöpfers auf bemerkenswerte Art und Weise widerspiegelt.
Die 4 Sätze des F-Dur-Quartetts lauten: I. Allegro moderato – II. Menuet: Presto-Trio (Des-Dur) – III. Andante (D-Dur) – IV. Finale: Vivace assai.
Der langsame Satz, der diesmal an 3. Stelle steht ist ein überaus kunstvoll ausgearbeiteter Variationssatz und „besteht aus drei Variationen mit offenen Ausgängen und unterschiedlich gestalteten und modulierenden Zwischenspielen, die jede Wiederkehr des variierten Themas wie in einem Rondo vorbereiten und zu einem Ereignis machen“ (G. Feder).
Der Menuett-Satz verweist genau wie derjenige des „Schwesternwerkes“ in G-Dur auf das „Beethovensche Scherzo“, wirkt in seiner sonatensatzähnlichen Ausgestaltung und den darin ausgespielten rhythmisch belebenden Akzenten aber nicht ganz so extrem wie in Op. 77/1.
Die beiden Ecksätze sind breit angelegte Sonatensätze mit jeweils 3 Themen, die auf jeweils großartige, höchst originelle und fast nicht zu überbietende Art und Weise Verarbeitung finden.
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