Aus den insgesamt 23 Streichquartetten, die Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) schrieb, ragt die Gruppe der 6 im Zeitraum 1782-1785 entstandenen und Joseph Haydn gewidmeten Werke deutlich heraus. KV 387 in G-Dur, KV 421 in d-Moll, KV 428 in Es-Dur, KV 458 in B-Dur, KV 464 in A-Dur und schließlich KV 465 in C-Dur sind deutlich beeinflusst durch Haydns Quartette op. 33 (Hob. III:37-42, erschienen 1782) im Sinne einer „schöpferischen“ Reaktion: „Das schließlich nach „langer und mühevoller Arbeit“ vorgelegte Ergebnis beeindruckt nun aber nicht so sehr in der handwerklich perfekten Aneignung Haydnscher uns kontrapunktischer Kompositionstechniken und Tonfälle, sondern vor allem deshalb, weil hier zugleich Werke persönlichster Färbung und Eigenart entstanden, im Prozess einer Verschmelzung zweier verschiedenartiger Vorbilder zu einem neuen ausgebildeten Personalstil“ (Reclams Kammermusikführer).
Vorliegend hier nun als ‚Eulenburg-Taschenpartitur‘ das in der Sechsergruppe an zweiter Stelle stehende QUARTETT D-MOLL KV 421, das Mozart am 17. Juni 1783 vollendete.
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