Max Bruch (1838-1920) hat mit seinem 1859 erstveröffentlichten QUARTETT C-MOLL OP 9 und dem ein Jahr später erschienenen ‚Quartett E-Dur op. 10‘ zwei sehr originelle Werke innerhalb der Gattung ‚Streichquartett‘ hinterlassen, denen aber noch ein ‚Jugendquartett‘ vorausgegangen ist, mit dem der gerade einmal 14-jährige Bruch im Jahr 1852 den Preis der Frankfurter Mozartgesellschaft gewonnen hat.
Somit ist das Op. 9 genaugenommen nicht als „Erstling“ zu verstehen, sondern als durchaus ausgereiftes Meisterwerk mit manchen genialen Zügen, zudem eine von leidenschaftlichem Überschwang geprägte Musik in tief romantischer Tonsprache.
Bruch gestaltet die 4 zugrundeliegenden Sätze auf überaus originelle Art und Weise sehr kontrastreich aus, wobei der langsame Mittelsatz ‚Adagio‘ in seiner Funktion als klangschönes, melodiegetragenes Affektzentrum aus dem Werkganzen herausragt.
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