Sein allerletztes Streichquartett, das QUARTETT B-DUR OP 103 HOB 3/83 aus dem Jahr 1803 (vielleicht bereits begonnen 1802) ist in 2 Sätzen unvollendet geblieben, bemerkenswert die in der bei ‚Breitkopf und Härtel‘ erschienenen Erstausgabe nach dem Menuett-Satz abgedruckte Liedmelodiezeile (aus dem Lied ‚Der Greis‘ nach einem Text von J. W. L. Gleim) mit den Worten: „Hin ist alle meine Kraft, alt und schwach bin ich.“
Blickt man auf die erhaltene Satzfolge ‚Andante grazioso – Menuet ma non troppo presto‘, so liegt nahe anzunehmen, es handele sich hierbei um die Mittelsätze eines D-Moll-Werkes.
Dreiteilige Liedform und Variationsprinzip sind im Andante-Satz strukturelles Mittel, die beiden Außenteile sind bestimmt von einem sehr kantabel-liedhaften Thema, dieser durchaus sehr anmutig wirkende Rahmen wird kontrastiert durch einen belebteren Mittelteil, der seinerseits harmonisch in entferntere Regionen reicht (Ges-Dur und cis-Moll/D-Dur).
Das daran sich anschließende Menuett ist mehr Charakterstück als Tanzsatz und „führt die „Zersetzung“ traditioneller Tonfälle und Thementypen durch Chromatik weiter“ (Ludwig Finscher/Reclams Kammermusikführer).
Vorliegend hier eine ‚Eulenburg-Taschenpartitur‘ in der Ausgabe von Wilhelm Altmann.
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