Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) begann bereits im Kindesalter zu komponieren. Richard Strauss sah sich geradezu beeindruckt von dessen Fähigkeiten, dem nahezu selbstverständlichen, sicheren Umgang mit musikalischer Form und Ausdruck, der Verwendung harmonischer und klanglicher Mittel und sprach von einem „frühreifen Genie“.
Von den insgesamt drei Streichquartetten entstand das hier vorliegende QUARTETT 1 A-DUR OP 16 im Jahr 1920 und fällt damit in das Uraufführungsjahr von Korngolds großartiger Oper „Die tote Stadt“.
Das in vier Sätze gegliederte op. 16 erweist sich als komplexes, formal-inhaltlich vielschichtiges Werk von breiter Anlage, sehr kunstvoll und originell für die Quartettbesetzung ausgearbeitet.
Die Sätze lauten: I. Allegro molto – II. Adagio quasi Fantasia – III. Intermezzo: Ziemlich lebhaft, mit Grazie – IV. Finale: Allegro amabile e commodo.
Dem Schlusssatz ist zudem folgendes Shakespeare-Zitat vorangestellt: „…Wenn Vögel singen tirlirellilei: Süß‘ Liebe liebt den Mai…“ (Shakespeare: Wie es euch gefällt).
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