Debussy Claude: Suite bergamasque
Debussy komponierte die viersätzige „Suite bergamasque“ im Jahr 1890. 15 Jahre später fand nochmal eine finale Überarbeitung statt. Der Titel der Suite geht auf ein Gedicht von Paul Verlaine zurück, den Debussy sehr bewundert hat. Bis heute zählt die Suite zu den beliebtesten Stücken im Repertoire von Pianisten. Das mit Abstand bekannteste Stück aus dem Werk ist das dritte „Claire de lune“, welches – pars pro toto – noch immer (fälschlicherweise) mit dem Kompositionsstil Debussys insgesamt identifiziert wird. Die zyklische Anlage des Werks erinnert nicht nur an eine Suite, sondern auch an die Sonatenform: „Prélude“ (Eröffnungssatz), „Menuet“ (Tanzsatz), „Clair de lune“ (lgs. Satz) und „Passepied“ (schnelles Finale). Die Suite hat unzählige Bearbeitungen erfahren, doch konnten diese der wundervollen Substanz und Aussagekraft des frühen Klavierwerks von Debussy kaum etwas anhaben anhaben. Die ursprüngliche Version für Klavier solo ist bis heute die aussagekräftigste.
Das hier vorliegende Arrangement von Jean Michel Damase, die für die Edition Henry Lemoine entstand, ist für Querflöte, Viola und Harfe. Der spieltechnische Schwierigkeitsgrad ist für sämtliche Musiker nicht zu unterschätzen. Wer sich aber auf die Bearbeitung einlässt, wird erkennen, dass diese Version eine Vielzahl kompositorischer und klangfarblicher Aspekte zutage fördert, die in der ursprünglichen Fassung für Klavier solo eher unterrepräsentiert bleiben. Insofern zählt diese Bearbeitung zu einer der gelungenen Versuche, die impressionistische Klangsprache Debussys zu authentisch vermitteln.
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