Medek Tilo: ROXELER ORGELBUECHLEIN
2025 würde der Komponist Tilo Medek (1940–2006) 85 Jahre alt werden. Medek hinterließ ein so großes wie vielseitiges Oeuvre, das von Klavier-, Orgel- und Kammermusik, über großformatige Chor- und Orchesterwerke (u. a. 14 Solokonzerte, 3 Symphonien) auch abendfüllende Bühnenwerke, wie die Oper „Katharina Blum“ nach Heinrich Böll, aufweist. Überdies schuf Medek über 20 Hörspielmusiken, die für Produktionen des DDR-Hörfunks entstanden.
Bereits als Meisterschüler in der Kompositionsklasse von Rudolf Wagner-Régeny an der Deutschen Hochschule für Musik in Ostberlin gestaltete er die zeitgenössische Musikszene der DDR aktiv mit. Für sein Schaffen erhielt Medek verschiedene internationale Auszeichnungen bei Kompositionswettbewerben und von Rundfunkanstalten.
Im Zusammenhang mit der Biermann-Ausbürgerung im Jahre 1977 widerfuhr ihm die „Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik“ und er siedelte in die Bundesrepublik Deutschland über. Wohnsitze hatte er von 1977 bis 1980 in Adscheid bei Hennef an der Sieg, 1980 bis 1985 in Unkel am Rhein und seit 1985 (oberhalb von Oberwinter) bei Remagen.
Seit 1962 war Medek freiberuflich als Komponist tätig und schuf auch ein für die Orgel überaus reiches Werk, wie die 1989 entstandenen und 1991 in Münster uraufgeführten 18 Stücke des „Roxeler Orgelbüchlein“ (Roxel ist ein Stadtteil Münsters). Besonders beeindrucken hier die Choralvorspiele aus fünf Jahrhunderten zum Evangelischen Gesangbuch, die Medek als historisch überaus kenntnisreichen Tonschöpfer ausweisen.
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