Die Herkunft des Beinamens der um 1771 entstandenen SINFONIE 43 ES-DUR HOB 1/43 (MERKUR) Joseph Haydns ist nicht eindeutig geklärt, ist aber definitiv nicht auf den Komponisten zurückzuführen.
Es handelt sich hierbei um ein in 4 Sätze gefasstes Werk, welches „nach den beiden stürmischen Symphonien Nr. 44 („Trauer“, e-Moll) und 52 (c-Moll) (…) wie ein kammermusikalisches Intermezzo (wirkt); die Mittel sind hier kaum weniger avanciert, dafür aber verfeinerter.“ (Hahn, Christoph/Hohl, Siegmar – Der große Konzertführer).
Der aus einem gewissermaßen suchenden Beginn etwas ungewöhnlich geformte Kopfsatz entwickelt erst im Verlauf eine gesteigerte Vitalität im Prozess der Themenverarbeitung. Der sich daran anschließende langsame Mittelsatz ist von stark nach innen gekehrter Ausdruckshaltung mit etwas klagender Motivik in seinem Hauptthema. Der Menuett-Satz wiederum gibt sich in seiner betont feierlichen Atmosphäre dennoch von etwas lebhaftem Zugriff.
Das Finale bringt sein lyrisches Hauptthema zunächst in den Streichern im „piano“, kehrt es dann aber schließlich mit einem 2. Thema in lebhafte Beweglichkeit nach außen, in der Folge jedoch immer wieder zu dem lyrischen Grundcharakter zurückzukehrend. Überraschend ist die am Ende des Satzes erklingende Coda, die den Themenkopf des Beginns exponiert und unterbrochen durch Generalpausen in der Art eines „Anlauf nehmen“ den musikalischen Fluss stocken lässt, gewissermaßen aufhält, bevor eine „Stretta“ diesen 4. Satz dann zum Ende bringt.
Die Sätze lauten im Einzelnen: Allegro – Adagio (As-Dur) – Menuetto – Finale: Allegro.
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