Vorliegend hier in der Ausgabe von H.C. Robbins Landon Joseph Haydns 1769/70 geschriebene SINFONIE 41 C-DUR HOB 1/41, ein in seiner Besetzung um 2 Trompeten und Pauken erweitertes Werk von betont festlichem Glanz, in welchem sich aber auch insbesondere bezogen auf den eröffnenden Allegro-Satz eine deutliche Profilierung der Form zu erkennen gibt.
Der mit seinen 202 Takten recht groß dimensionierte Kopfsatz erweist sich „im Sinne der Gattungsentwicklung am zukunftsträchtigsten“, da dessen „Themen (…) sich erkennbar der klassischen Periodik (nähern)“ (Reclams Konzertführer), Haupt- und Seitenthema sehr viel kontrastreicher und differenzierter zueinander ausgearbeitet wirken, die ausführliche Durchführung zudem überrascht mit einer „Scheinreprise“, ein auf die formal-inhaltliche Behandlung des musikalischen Materials bezogen neuartiger aber höchst wirkungsvoller Kunstgriff.
Der langsame Mittelsatz indes wartet durch die hier vorgenommenen besetzungstechnischen Neuerungen (u.a. gedämpfte Streicher in Kombination mit Hörnern) auf, die eine überaus farb- und nuancenreiche Klangatmosphäre erzeugen. Bedeutsam in diesem Satz ist auch der Einsatz der Solo-Flöte.
Auch der Menuett-Satz zeigt sich sehr kontrastreich ausgestaltet, das Finale folgt im Wesentlichen der bis dato gültigen Norm in Haydn-Sinfonien: ein „Kehraus“ von ungemeiner Lebendigkeit.
Folgende 4 Sätze liegen dieser C-Dur-Sinfonie im Einzelnen zugrunde: Allegro con spirito – Un Poco Andante (F-Dur) – Menuet – Finale: Presto.
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