Die solistische Verwendung von Instrumenten in seinen frühen Sinfonien, insbesondere in der Anfangszeit von Joseph Haydns Anstellung als Vizekapellmeister am Fürstenhof der Familie Esterházy zwischen 1761 und 1766 war keine Seltenheit, war das dortige Orchester doch mitunter mit hochkarätigen Instrumentalisten besetzt, wie beispielsweise dem Geiger Luigi Tomasini oder dem Cellisten Joseph Weigl.
Somit ist auch der langsame Mittelsatz ‚Adagio‘ (B-Dur) der hier vorliegenden, etwa zwischen 1761 und 1765 entstandenen SINFONIE 36 ES-DUR HOB 1:36 ein mit Solo-Violine und -Violoncello besetzter „konzertanter“ Satz, bei dem die beiden dialogisierenden Instrumente einer Tutti-Streichergruppe gegenüberstehen, was dem Charakter eines barocken „Concerto grosso“ nahekommt.
Die Es-Dur-Sinfonie hat insgesamt 4 Sätze: Vivace – Adagio (B-Dur) – Menuetto – Allegro.
Die beiden raschen Ecksätze zeigen sich in Bezug auf ihre kontrastreiche Ausgestaltung und motivisch-kontrapunktische Arbeit als sehr profiliert. Der Menuett-Satz hat marschartig-voranschreitenden Charakter.
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