Joseph Haydn (1732-1809) schrieb seine SINFONIE 35 B-DUR HOB 1:35 im Jahr 1767. Das in 4 Sätze gefasste Werk überzeugt durch seine sehr kontrastreiche Durchgestaltung, die sowohl sehr leichtfüßig wirkende, helle Dur-Passagen solchen hochdramatischer, ins finstere Moll sich wandelnde gegenüberstellt. Insbesondere der Kopfsatz ‚Allegro di molto‘ gibt ein solches Beispiel: Im „piano“ beginnend, dann sich steigernd und impulsiv vorwärtsdrängend, entfaltet die Durchführung mit ihren längeren Moll-Passagen und häufigen Modulationen eine dramatische Zuspitzung des Geschehens.
Das an 2. Stelle stehende ‚Andante‘ (Es-Dur) bildet in seiner etwas nachdenklich und zuweilen etwas melancholisch wirkenden Ausdruckshaltung einen deutlichen Kontrast dazu.
Darauffolgend das rhythmisch federnde, bewegliche ‚Menuet: Un poco Allegretto‘ (B-Dur, Trio: Es-Dur). Der Finalsatz ‚Presto‘ nimmt die Impulsivität des Kopfsatzes wieder auf, doch überwiegen die lichten Momente.
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