Über das genaue Entstehungsjahr von Joseph Haydns SINFONIE 34 D-MOLL HOB 1:34 ist man sich in der Fachwelt nicht ganz einig. Während einige Wissenschaftler das 1766 angeben, sehen andere das Jahr 1763 als möglich.
Jedenfalls handelt es sich bei diesem Werk um eine Sinfonie des sogenannten „Sonata-da-chiesa-Typs“ (Wolfgang Marggraf), wie das noch vereinzelt bei den Sinfonien des Zeitraumes 1761-1766 zu beobachten ist.
Die 4 Sätze lauten: Adagio – Allegro (D-Dur) – Menuetto moderato (D-Dur) – Presto assai (D-Dur).
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang erscheint die Tatsache, dass auf das in d-Moll gehaltene Adagio 3 Sätze in D-Dur folgen.
Der Eröffnungssatz überzeugt mit emotionalem Tiefgang, entfaltet in dem von Streichern dominierten Satzgepräge eine Spielatmosphäre von dunklem, beinahe schmerzerfüllter Ausdruckshaltung. Das folgende Allegro bringt „mit seinen weiten Sprüngen im Hauptsatz und seiner durchbrochenen Anlage mit solistischen Oboen im Seitensatz voller Akzente, Tremoli und zupackender Motivik.“ (Reclams Konzertführer).
Auf das in seinem rhythmisch apart ausgestalteten Trio-Teil mit solistisch agierenden Bläsern besetzte ‚Menuetto moderato‘ folgt mit dem Finalsatz ‚Presto assai‘ eine im Stile einer „Tarantella“ gehaltene Schlussmusik von unermüdlich vorangetriebener rascher Bewegung.
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