In Joseph Haydns gesamtem sinfonischen Schaffen finden sich nur zwei Werke in der Tonart E-Dur: die Sinfonie 12 E-Dur Hob. 1/12 (1763) und die hier vorliegende SINFONIE 29 E-DUR HOB 1:29 (1765).
Den aus einem einzigen motivischen Gedanken gestalteten Kopfsatz ‚Allegro di molto‘ kennzeichnet ein singend-lyrischer Grundcharakter.
Interessant in diesem Zusammenhang erscheint auch die Tatsache, dass Haydn hier die Satzüberschrift mehrmals geändert hat von ursprünglich „Allegro ma non troppo“ über Allegro piú tosto molto“ hin zu „Allegro di molto“, so wie der Haydn-Spezialist Howard Chandler Robbins Landon herausgefunden hat.
Von dialoghaftem Spielcharakter zwischen den einzelnen Streichergruppen ist der melodisch sehr durchsichtig ausgesponnene langsame Mittelsatz ‚Andante‘ in A-Dur geprägt. Das sich daran anschließende ‚Menuet: Allegretto‘ zeigt sich in seinem Hauptteil von recht energisch zupackendem Charakter, wohingegen das eingelagerte E-Moll-Trio durch seine im „piano“ gehaltene düstere Klangatmosphäre einen starken Kontrast dazu bildet.
Das stürmische ‚Finale: Presto‘ bildet zu den vorausgegangenen Sätzen ein bemerkenswertes Gegengewicht und kann als innerer Höhepunkt des Werkganzen verstanden werden.
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