Rheinberger Josef Gabriel: Abendlied
Josef Rheinbergers kompositorischer Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Chormusik lag vor allem gegen Ende seines Lebens auf der katholischen Kirchenmusik. Spätestens seit seiner Berufung zum Professor für Komposition und Orgel an der Königlich Bayerischen Musikschule in München (1867) galt Rheinberger als überaus erfolgreicher Repräsentant eines akademisch-klassizistischen Stils, der sich nicht allein durch eine souveräne Beherrschung des kompositionstechnischen Handwerks, sondern auch durch eine nicht selten an der Gregorianik orientierten Klangschönheit auszeichnet. Mit den zu seiner Zeit modernen stilistischen Entwicklungstendenzen hatte Rheinberger dabei ebenso wenig zu tun wie mit der einflussreichen Kirchenmusikbewegung des Cäcilianismus, der er blinde Epigonalität vorwarf.
Bis heute halten sich einige Orgel- und Vokalwerke Rheinbergers im Konzertrepertoire, wobei das „Abendlied“ vermutlich das bekannteste Stück bildet. Die Entstehung der sechsstimmigen Motette reicht zurück in das Jahr 1855 und fällt damit noch in Rheinbergers Münchener Studienzeit. Später sollte er das Werk nochmals überarbeiten und als drittes Stück in seine bei Simrock in Berlin gedruckten Drei Geistlichen Gesänge op. 69 aufnehmen.
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