Ludwig van Beethoven (1770-1827) ist im Hinblick auf die gattungsgeschichtliche Entwicklung der Variationsform als derjenige Komponist zu sehen, der den „traditionelle[n] Typ der harmoniekonstanten Melodie-Variation“, also das allgemeingültige „strophische Variationsprinzip des 18. Jahrhunderts“ schlechthin „auf der Basis der Umbildung und Zerlegung des Themas und unter Einbeziehung polyphoner Satzformen (Kanon, Fuge) zur Fantasie- und Charaktervariation“ steigert, „einer Variationstechnik, auf der Schumann, Brahms und Reger aufbauen“ (zitiert aus: Peter Hollfelder – Die Klaviermusik).
Innerhalb seines Klavierwerks bilden die Variationszyklen nach den Sonaten die zweit gewichtigste Gattung. 23 diesbezügliche Werke für Klavier zu zwei Händen sowie 2 für Klavier zu vier Händen sind erhalten, wobei ein Großteil der Variationen in der frühen Schaffensphase des Komponisten entstanden.
Aus Reihen der ‚Edition Peters‘ liegt hier nun der Band VARIATIONEN 1 vor, der insgesamt 7 Zyklen in sich vereint, darunter so bedeutende Werke wie die ‚Sechs Variationen F-Dur op. 34‘ (1802), die ‚Fünfzehn Variationen und Fuge Es-Dur op. 35‘ („Eroica-Variationen“, 1802), die ‚Dreiunddreißig Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli op. 120‘ (1819-23), oder aber die ‚32 Variationen c-Moll WoO 80‘ (1806).
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