Die Komponist Cesar Cui (1835-1918) gilt heute nahezu als vergessen, seine Musik wird nur noch höchst selten gespielt. Als Anhänger der „Gruppe der Fünf“ (außerdem: Alexander Borodin, Mili Balakirew, Modest Mussorkski, Nikolai Rimski-Korsakow), die sich sehr stark für eine „nationalrussische Musik“ einsetzte, wurde er bekannt, obwohl gerade seine Werke eher keinen bekenntnishaft russischen Einschlag hatten, sondern sich eher an westlichen Vorbildern wie zum Beispiel Robert Schumann orientierten.
1901 schrieb Cui sein THEME ET VARIATIONS OP 61 D-Dur für Klavier. Das eingängig liedhafte Thema (Moderato) verarbeitet er in 8 mitunter sehr kontrastreich ausgestalteten Variationen, wobei insbesondere aus harmonischer Sicht die bezogen auf die Haupttonart D-Dur vorgenommenen „mediantischen“ Ausflüge nach Fis-Dur (Variation 4, Andante) bzw. B-Dur (Variation 6, Vivace) sehr spezifisch wirken. Ganz dem traditionellen Muster folgend erscheint indes die Position der „Moll-Variation“ kurz vor Ende der Reihe (Variation 7, Andante, h-Moll).
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