Der Liszt-Schüler Ludvig Schytte (1848-1909) war zu Lebzeiten hoch angesehener Pianist, Komponist und Pädagoge, ist bis heute vor allem durch seine instruktiven Klavierwerke noch ein Begriff. Neben zahlreichen Studien und Etüden hat sich Schytte aber auch in höherem Maße der die musikalische Romantik am stärksten repräsentierenden Gattung des ‚lyrischen Klavierstücks‘ zugewendet, bewegt sich hier zwar im großen Strom der zu dieser Zeit allerorten entstehenden Klaviermusik, die in den unzähligen Impromptus, Capricen, Humoresken, Novelletten usw. ihren Niederschlag findet, zeigt aber durchaus Eigenständigkeit und Individualität in Stil und Ausdruck.
Seine ‚12 Klavierstücke op. 80‘ schrieb Schytte in den 1890er Jahren. Daraus liegt hier die TARANTELLA OP 80/11 in g-Moll als Einzelausgabe vor und erweist sich als überaus reizvolles Charakterstück mittlerer Schwierigkeit. Veranlagt ist es in 3 Teilen, der g-Moll-Hauptteil (seinerseits eingeleitet durch einen in G-Dur stehenden Abschnitt) umschließt dabei einen Es-Dur-Mittelteil.
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