George Enescu (1881-1955) gilt als der bedeutendste rumänische Komponist überhaupt.
Seine Ausbildung zum Geiger, Pianisten und Komponisten absolvierte er in Wien (u.a. Kompositionsstudium bei Robert Fuchs) und Paris (Kompositionsstudium bei Gabriel Fauré und Jules Massenet), anschließend erwirbt er sich schon bald weltweite Anerkennung.
Konzertreisen durch Europa und in die USA lassen ihn zu einem der international gefragtesten Musiker seiner Zeit werden, abwechselnd in seiner Heimat Rumänien und Paris lebend engagiert Enescu sich sehr vielseitig in musikalischen Belangen.
Sein Werkkatalog umfasst neben der lyrischen Tragödie „Oedipe“ Sinfonien und andere Werke für Orchester, Klavier- und Klavierkammermusikwerke, Chorwerke und Lieder.
Der Kompositionsstil Enescus ist nicht eindeutig einer einzigen Richtung zuzuordnen, vielmehr „vereinigt (er) in seinem Schaffen die national-musikalischen Tendenzen seiner rumänischen Vorgänger und Zeitgenossen zur Synthese. In dem von ihm geschaffenen Ausgleich zwischen Folklorismus und klassischer Architektur führt er die rumänische Musik zu ihrem Höhepunkt“ (Hollfelder, Peter: Die Klaviermusik).
Vorliegend hier nun mit der 1897 entstandenen SUITE DANS LE STYLE ANCIEN OP 3 ein sehr frühes Klavierwerk. Es handelt sich um eine dem traditionellen, klassisch-romantischen Bau verpflichtete Musik in 4 Sätzen: I. Prélude – II. Fugue (à 3 voix) – III. Adagio – IV. Finale. Die Haupttonart ist g-Moll, der langsame Satz (Adagio) steht in B-Dur (Paralleltonart), Satz 1 und 2 (‚Prélude‘ und ‚Fugue‘) sind zudem eng miteinander verbunden, aufeinander bezogen (das ‚Prélude‘ endet auf einem Halbschluss in g-Moll, hat demnach überleitende Wirkung auf den Beginn der ‚Fugue‘).
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