Niemann Walter: SONATINEN OP 152
Der (sprechende) Titel der Autobiographie des Komponisten, Pianisten, Musikschriftstellers und -kritikers Walter Niemann (1876-1953) lautet: „Mein Leben fürs Klavier“. Das kommt nicht von ungefähr, denn Niemann hat im Laufe seines Lebens annähernd 190 Werke mit Opuszahlen vorgelegt, von denen fast sämtliche dem Klavier gewidmet sind (ca. 1.000 Klavierstücke). Niemanns Klaviermusik wurde zu Lebzeiten ungemein geschätzt. So galt er lange Zeit als einer der führenden Vertreter des Lyrischen Klavier- oder programmatischen Charakterstücks. Immer wieder griff Niemann auf biographische, musikhistorische oder exotische Themen zurück, um seine Werke inhaltlich-stilistisch anzureichern. Bis heute hat dieser klavieristische Impressionismus, wie Zeitgenossen Niemanns Kompositionsstil mitunter genannt haben, nicht an Attraktivität eingebüßt. Die beiden Sonatinen op. 152 aus dem Jahr 1939 sind jeweils dreisätzig angelegt und widmen sich programmatisch dem „Wald“ (Nr. 1) und dem „Land“ (Nr. 2). Im Mittelsatz der zweiten Sonatine imitiert Niemann sogar die „Musik der Dudelsäcke“. Diese Spätwerke sind spieltechnisch zwar durchaus anspruchsvoll, können aber durchaus auch von Anfängern bewältigt werden. Die Mühe lohnt sich, spiegelt Niemanns musikalische Poetik doch bis heute eine bedeutende Klangsprache des Klaviers wider.
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