Das Sonatenschaffen für Klavier von Ludwig van Beethoven (1770-1827) bildet einen quasi formvollendenden Höhepunkt in Bezug auf die Entwicklung der klassischen Sonatenhauptsatzform und der zyklischen Sonatenanlage.
Alle 32 Klaviersonaten sind äußerst kunstvolle, individuell gestaltete Werke, in denen höchste Formvollendung stets einhergeht mit großartiger schöpferischer Fantasie.
Vorliegendes Werk, die SONATE 21 C-DUR OP 53 (WALDSTEIN), hier in der Ausgabe von Alfred Hoehn, entstand in den Jahren 1803/04 und kann als ein Kulminationspunkt in Beethovens Schaffen gesehen werden, da hier durch die klanglich mutmaßlich orchestral inspirierte Satzanlage, die sich unter anderem in einem "klangintensiven, vollgriffigen Klaviersatz" äußert, zum Tragen kommt.
Opus 53 ist dreisätzig. Auf einen unglaublich belebten, von Vitalität nur so sprühenden, und klanglicher Fantasie inspirierten Kopfsatz (Allegro con brio) folgt ein nur 28 langes 'Adagio molto', welches als 'Introduzione', verbindendes Glied zum Finalsatz, hier ein Rondo (Allegretto moderato), ist.
Der Finalsatz ist mit seinen insgesamt 543 Takten von großer Anlage und sehr hohem pianistischen Anspruch.
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