In Ludwig van Beethovens Sonatenschaffen für Klavier finden sich unter der Opuszahl 49 zwei Klaviersonaten, die unter dem Titel "Sonate facile" in den Jahren 1795-1798 entstanden sind, zu deren Erstveröffentlichung es aber erst im Jahr 1805 kam: die Sonate 19 g-moll op. 49/1(Facile), und die vorliegende SONATE 20 G-DUR OP 49/2 (FACILE).
Opus 49/2 ist zweisätzig mit der Folge 'Allegro, ma non troppo - Tempo di Menuetto'. Der Kopfsatz ist nach den strukturellen Prinzipien der Sonatenhauptsatzform sehr einfach, klar und übersichtlich formuliert, der rhythmische Impuls des Hauptthemas zu Beginn, das auf- und absteigende Achteltriolen-Motiv nahezu den ganzen Satz, den wesentlichen Kontrast dazu bildet das Seitenthema in seiner konsequent duolischen Anlage ("normale" Achtel). Der sich anschließende 2. Satz schließlich ist leichtfüßig, etwas elegant anmutendes Menuett in G-Dur, dem formal eine Dreiteiligkeit zugrunde liegt (A-Teil [G-Dur] - B-Teil [C-Dur] - A'-Teil [G-Dur]).
Diese G-Dur-Sonate ist vom spieltechnischen Anspruch her gesehen nicht sehr schwer, ist somit auch "Standardwerk" innerhalb des Bereiches der pädagogischen Klavierliteratur. Als Einstieg in die klassische Sonatenliteratur eines L.v. Beethovens ist dieses Werk bestens geeignet.
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