Seine SONATE SZ 80 für Klavier zu zwei Händen schrieb Béla Bartók (1881-1945) im Juni 1926 nach einer mehrjährigen Kompositionspause. Vermutlich hat ihn die Beschäftigung mit Igor Strawinsky () und dessen Musik zu neuen Impulsen in seinem Schaffen verholfen.
Die etwa 13 Minuten dauernde Sonate, die in eine 3-sätzige, traditionellen Mustern folgenden Form gegossen ist, ist dem ‚Neoklassizismus‘ zuzurechnen, wenngleich Bartók diesem in klanglicher Hinsicht mit harten und dichten Dissonanzen, die häufig im ‚martellato‘ dargeboten werden, begegnet. Er nutzt die „Klassizität (…) im Aufgreifen von typischen dynamischen Formen und Verarbeitungstechniken (Sonatenform, Konfliktstruktur, Variationstechnik, Konstruktivismus) als Gefäß für einen subjektiven und persönlichen Ausdruckswillen“ (Harenberg Kulturführer – Klaviermusik).
Die Sätze der ‚Sonate‘ lauten: 1. Allegro moderato – 2. Sostenuto e pesante – 3. Allegro molto.
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