Couperin Francois: PIECES DE CLAVECIN 1
Im Jahre 1713 kam Couperin das königliche Privileg zu, seine Kompositionen für weitere zwei Jahrzehnte drucken und vertreiben zu dürfen, was ihn zur Veröffentlichung seiner „Pièces de clavecin“ veranlasste. Bis 1730 legte Couperin vier Sammlungen mit annähernd 240 tonartlich gegliederten Stücken vor, von denen hier das „Première livre“ mit den Ordres 1-5 (1713) in der Edition Heugel erscheint. Herausgeber ist der bedeutende Cembalist und Couperin-Spezialist Kenneth Gilbert. Im Vorwort zu seinem ersten Buch erwähnt Couperin, dass er in vielen der Stücke seine persönlichen Gedanken kompositorisch eingearbeitet habe. So verwundert es nicht, dass er einige der Werke mit dem Begriff „Portrait“ bezeichnet hat, wobei er in erster Linie Freunde und Bekannte charakterlich nachgezeichnete, die nicht selten auch Widmungsträger der Stücke sind. Insofern bilden die Sammlungen so etwas wie Vorläufer der späteren Genre- oder Programmstücke, worin sich neben ihrer kompositorischen Grandiosität zugleich der musikgeschichtliche Wert der „Pièces“ begründet. Die Sammlungen haben gerade in Frankreich großen Einfluss speziell auf die Klaviermusik des 19. und 20. Jahrhunderts gehabt – hier muss allen voran Claude Debussy genannt werden.
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