Vorliegend hier aus Reihen der ‚Edition Peters‘ und herausgegeben von Hans Joachim Köhler Robert Schumanns NACHTSTUECKE OP 23 für Klavier, die dieser 1839 komponierte und die „Herrn Bergschreiber E. A. Becker in Freiberg zugeeignet“ sind.
In die Entstehungszeit der vier Stücke fällt eine schwere Erkrankung von Roberts Bruder Eduard – der Komponist bangte um dessen Leben, weshalb ihm für sein Op. 23 immer wieder der Titel „Leichenphantasie“ vorschwebte.
Letzen Endes legte sich Schumann aber doch auf den an Jean Paul beziehungsweise E.T.A. Hoffmann angelehnten Titel ‚Nachtstücke‘ fest, Charakter, Ausdruck und Spielatmosphäre der vier Sätze spiegeln mehrheitlich die bedrückte, von Todesahnungen durchdrungene Stimmung wider, lediglich die Nr. 4 (Ad libitum – Einfach), ein ruhig-feierliches Stück in lyrischem Grundton wirkt bezogen aufs Werkganze kompensierend, löst gewissermaßen die beklemmende Spannung der vorausgehenden drei Sätze.
Im Einzelnen lauten die Sätze: 1. Mehr langsam, oft zurückhaltend – 2. Markiert und lebhaft – 3. Mit großer Lebhaftigkeit – 4. Ad libitum – Einfach.
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