Anton Rubinstein (1829-1894), bedeutender Pianist und Dirigent, hat sich auch als Komponist hervorgetan und schrieb neben Bühnen- und Vokalwerken, Orchesterwerken, Instrumentalkonzerten und Kammermusik auch zahlreiche Klavierwerke.
Seine „Deux mélodies pour le piano op. 3“, charakteristisch romantischer Ausformung, entstanden in den frühen 1850er Jahren.
Die Nr. 1 davon, ein „Moderato assai“ in F-Dur, noch besser bekannt als „Melodie in F“, avancierte zum regelrechten Klassiker, und gilt heute als das wohl populärste Klavierstück Rubinsteins überhaupt: Eine anmutig schlichte, innige Melodielinie im Zentrum wird von einer ausdrucksvollen, farbfacettenreichen Akkordbegleitung umspielt.
Bis in die heutige Zeit ist diese „Melodie“ immer wieder Gegenstand von Bearbeitungen für die unterschiedlichsten Besetzungen gewesen.
Auch Hans-Günter Heumann hat sich dieser Preziose angenommen und in eine spielerleichternde Fassung für Klavier zu zwei Händen gebracht: Mehrstimmige Akkorde, die bei der originalen Fassung meist in beiden Händen kombiniert sind, sowie große Griffe und Doppelgriff- bzw. Akkordspannungen wurden für die hier betreffende Bearbeitung weggelassen bzw. vereinfacht, der Satz insgesamt „ausgeschlankt“. Der Satz ist dennoch wohlklingend und so dicht wie möglich am Original geführt: MELODIE F-DUR OP 3/1.
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