Der jung verstorbene litauische Komponist und Maler Mikalojus Konstantinas Ciurlionis (1875-1911), der unter anderem bei Salomon Jadassohn und Carl Reinecke in Leipzig studierte, hat etwa 200 Klavierwerke hinterlassen, die klanglich in der Spätromantik wurzeln und durch eine üppige, später sogar freie Harmonik gekennzeichnet sind.
Vorliegend hier die vierstimmige ‚Fuge b-moll op. 34‘, die 1909 entstand.
Dieses anspruchsvolle Klavierstück ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie frei Ciurlionis mit Harmonik und Tonalität umzugehen weiß, ohne dabei aber den Sinn für Struktur und Form zu verlieren.
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