In der Einzigartigkeit ihrer musikalischen Aussage gilt Johann Sebastian Bachs CHROMATISCHE FANTASIE + FUGE BWV 903 in d-Moll als unübertroffen. Ihr bekenntnishafter Charakter rührt von der diesem Werk innewohnenden, durchdringenden, „energiegeladenen Expressivität“ her, die Interpreten wie Zuhörer seit jeher fesselt, in ihren Bann zieht.
Hat die ‚Fantasia‘ bezogen auf ihre formale Anlage mit den groß angelegten kadenzartigen, figurierten Passagen und den häufigen Arpeggien tokkatenhaft anmutende, improvisatorische Züge, so äußert sich das bekenntnishafte in der ‚Fuga‘ bereits über die chromatisch aufsteigenden Töne des Anfangsthemas: a‘-b‘-h‘-c‘‘ – in anderer Reihenfolge der Buchstaben ergibt sich der Name „Bach“.
Über die Entstehungszeit von BWV 903 wird heute noch sehr viel spekuliert. Das Jahr 1730, also zu Bachs Leipziger Zeit wird angenommen, neuere Erkenntnisse haben aber die Vermutung laut werden lassen, dass das Werk bereits in den Köthener Jahren, also zwischen 1717 und 1723 komponiert worden ist.
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