Frédéric Chopin (1810-1849) hat zwischen 1835 und 1842 insgesamt 4 Balladen für Klavier geschrieben, großdimensionierte Werke von außerordentlicher Spannkraft in Ausdruck und Charakter: Ballade 1 g-Moll op. 23 (1835, „à Monsieur le Baron de Stockhausen“), Ballade 2 F-Dur op. 38 (1839, „à Robert Schumann“), Ballade 3 As-Dur op. 47 (1841, „à Mademoiselle P. de Noailles“) und schließlich Ballade 4 f-Moll op. 52 (1842, „à Madame la Baronne de Rothschild“).
Chopin kann zudem als Schlüsselfigur im Zusammenhang mit der Entwicklung der Klavierballade im 19. Jahrhundert gesehen werden und zwar als eigentlicher Begründer dieser „episch erzählenden musikalischen Form“.
Vorliegend hier nun in der bei der ‚Edizioni Curci‘ erschienen Ausgabe des bedeutenden italienischen Pianisten und Komponisten Alfredo Casella (1883-1947) der im Jahr 1835 entstandene Erstling: BALLATA G-MOLL OP 23.
Dieses Werk ist vom Charakter her äußerst dramatisch und energiegeladen, hat den Aufbau ‚Largo - Moderato - Presto con fuoco‘ innerhalb dessen sich zwei kontrastierende musikalische Themen ständig abwechseln.
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