Johann Sebastian Bach hat mit seiner Sammlung 6 ENGLISCHE SUITEN BWV 806-811 für Klavier eine „ästhetisch anspruchsvolle Kunstmusik“ (G. Batel) von bleibendem Wert geschaffen, die in klanglicher und formaler Hinsicht alle sich bietenden ausdrucksbezogenen Möglichkeiten zur Gänze auslotet. Vom Bach-Biographen J. N. Forkel (1749-1818) werden diese Werke zurecht als „große Suiten“ bezeichnet, beziehen sie ihre Grundform zwar von dem von Johann Jakob Froberger (1616-1667) bereits vorgebildeten Modell mit der Abfolge ‚Allemande – Courante – Sarabande – Gigue‘, jedoch erweitert Bach dieses um ein eröffnendes, formal weit ausgreifendes ‚Präludium‘ sowie unterschiedlich geartete Satzeinschübe zwischen ‚Sarabande‘ und ‚Gigue‘.
Heute gelten die 'Englischen Suiten' als anspruchsvolles Konzert-Repertoire für Pianisten, sind darüber hinaus als Schlüsselwerke spätbarocker Instrumentalkunst zu verstehen.
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