Karg Elert Sigfrid: 4 KLAVIERSTUECKE OP 23
Obwohl dem Leipziger Konservatorium erwachsen, steht Sigfrid Karg-Elerts (1877-1933) Instrumentalmusik insgesamt dem Burlesken und Grotesken, dem Spukhaften, Bizarr-Exotischen und Blühend-Erotischen nahe. Speziell seine Klavierwerke weisen viel Geist und Phantasie sowie bedeutendes kontrapunktisches Können auf, deren improvisatorischer und impressionistischer Charakter in noch höherem Grade als etwa jene von Max Reger völlig außerhalb der Leipziger Schule zu verorten sind. Karg-Elert begann zunächst im Stile Griegs und ging dann den brausenden Sturm und Drang wie beispielsweise in seiner großen, in freier Fantasieform gehaltenen fis-Moll-Sonate (op. 51). Später veröffentlichte er zahlreiche, immer impressionistischer „aufgehellte“ Sammlungen mit blühend farbigen lyrischen Stücken und stand schließlich als einer der modernsten und delikatesten Farbenkünstler und Stimmungspoeten im expressionistischen Neuland der Klaviermusik da. Im Gegensatz zu den zyklisch gebundenen Klavierwerken wie den mehrsätzigen Sonaten muten die Lyrischen Charakterstücke nicht zuletzt aufgrund ihrer reichen Programmatik häufig etwas weniger abstrakt und komplex an – so auch die „Vier Klavierstücke“ op. 23, die erstmals 1904 bei Hofmeister in Leipzig erschienen sind. Spieltechnisch sind die Stücke für Pianisten recht herausfordernd. Wer sich aber auf die Schwierigkeiten einlässt und zu bewältigen versucht, wird einen profunden Einblick in die bedeutende musikalische Klavierpoetik Karg-Elerts erhalten.
Die Titel der Einzelstücke lauten:
1. Erotik
2. Valse mignonne
3. A la burla
4. Ausklang
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