Burgmueller Friedrich: 25 ESTUDIOS FACILES OP 100
Der Komponist Friedrich Burgmüller (1806-74) ist heute nur noch wenigen Pianisten und Kennern der Klaviermusik fernab der ausgetretenen Pfade bekannt. Überlebt haben gegenwärtig noch die 25 leichten Etüden op. 100, die man mitunter noch im Klavierunterricht vernimmt – und dies vollkommen zu Recht, denn Burgmüller verstand es, technische Studien mit ansprechend-gehaltvollen Gedanken etwa hinsichtlich der Melodieführung oder rhythmisch-metrischen Finesse vorzulegen. Die Etüden sind also nicht als reine Technikstudien misszuverstehen, sondern als veritable Kunstwerke, die im Konzert oder privaten Vorspiel große Effekte erzielen. Dass die Etüden auch für Amateurpianisten gut zu bewältigen sind, wie der Titelzusatz „leicht“ betont, ist ein schöner Aspekt, denn dadurch werden die Stücke Burgmüllers hoffentlich noch häufiger von einem möglichst großen Spielerkreis aufgeführt und vor dem Vergessen bewahrt. In einer französischen Ausgabe lautet der Untertitel „faciles et progressives“, was auf ihren gattungsästhetischen Anspruch verweist. Nicht zuletzt lernt der Interpret Burgmüller als einfühlsamen Programmatiker kennen, denn die Etüden weisen fast sämtlich lyrische, religiös konnotierte oder naturbezogene Titel auf. Der Spieler schult sich also nicht nur hinsichtlich seines technischen Vermögens, sondern auch in Bezug auf die inhaltliche Ausdeutung programmatischer Instrumentalmusik – dieser ganzheitliche Anspruch an die musikalische Bildung des Interpreten lag Burgmüller offenbar am Herzen und lässt verstehen, warum sich gerade diese Sammlung einer so großen Beliebtheit erfreute bzw. erfreut.
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