Moscheles Ignaz: 24 STUDI OP 70
Der bedeutende Komponist und Pianist Ignaz Moscheles (1794-1870) ist vielen heute nur noch wegen seiner Klavierkonzerte und -etüden ein Begriff. Moscheles galt zu Lebzeiten als einer der führenden Interpreten am Klavier – nicht von ungefähr suchte Lea Mendelssohn Bartholdy gerade ihn als Klavierlehrer ihres Sohnes Felix aus. Auch zu Ludwig van Beethoven, den Moscheles zutiefst verehrte, bestand eine Freundschaft. 1846 berief ihn Felix Mendelssohn an das nur drei Jahre zuvor gegründete Leipziger Konservatorium, wo sich Moscheles den Ruf als einer der renommiertesten Klavierpädagogen mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit erwarb. Kennzeichen seiner pianistischen Technik war die ruhige Handhaltung, bei der keine unnötig strapazierten Muskeln und übertriebener Pedalgebrauch zum Einsatz kommen sollten. Im Grunde ist es nur so spieltechnisch möglich, den vorliegenden 24 Etüden op. 70 interpretatorisch angemessen zu begegnen. Die Etüden lagen bereits 1827 beim Leipziger Verlag Probst vor. Die Sammlung erfreute sich bei versierten Pianisten größter Beliebtheit, da sie virtuosen Anspruch mit kompositorischer Finesse und charakterlicher Überzeugungskraft vereinten. Mehrfach wurden die Etüden auch von anderen Verlagen aufgelegt. Heute sind die Stücke nahezu vergessen, weshalb die vorliegende Neuausgabe hoffentlich dazu beiträgt, dass die Musik Moscheles’ nicht gänzlich dem Vergessen anheimfällt.
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