Raff Joseph Joachim: 2 SALON PARAPHRASEN NACH VERDI OP 70
Der bedeutende Kritiker und Klavierkenner Walter Niemann unternahm in seinem bis heute lesenswerten „Klavierbuch“ von 1910 folgende stilistische Einordnung des Komponisten Joachim Raff (1822-82): „Er ist ausgesprochener, immer aber klaviergerechter und in der strengen Formvollendung viel mehr der älteren, an klassischen Formidealen geschulten Romantik zugehörender Eklektiker. Man wird nicht nur deutliche Lisztsche Spuren in seinen bald hastig und flüchtig hingeworfenen, bald mit entzückender Feinheit bis ins kleinste Detail gesponnenen Klaviersachen finden, sondern auch Mendelssohn, Schumann, Chopin, Jensen, Gade, Grieg, Wagner und – Meyerbeer immer wieder und oft, wie in den Sonatinen […] Immerhin verdanken wir ihm bei aller erstaunlichen Ungleichheit, allem innerlich unbeteiligten, glatten Routiniertum, aller häufigen gelehrten Trockenheit so mancher seiner zahlreichen Klaviersachen doch einige bedeutende Suiten“ und andere wertvolle Klavierwerke.
Fraglos zählen die beiden „Salonparaphrasen“ op. 70 aus dem Jahr 1857 zu jenen Stücken, die Raff als einen überaus kompetenten Bearbeiter Verdi’scher Opernthemen ausweisen. Die Paraphrasen beeindrucken vor allem aufgrund ihres klangfarblichen Facettenreichtums, den Raff dem Klavier abzuringen vermag. Die beiden Stücke von jeweils etwa 4-5 minütiger Spieldauer richten sich, was ihren virtuosen Anspruch betrifft, eindeutig an professionelle Pianisten, den das Spektrum spieltechnischer Avanciertheiten ist hier recht groß.
Die Titel der beiden Stücke lauten.
1. Il Trovatore
2. La Traviata
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