Bartok Bela: 15 UNGARISCHE BAUERNLIEDER
Die „Fünfzehn ungarischen Bauernlieder“ für Klavier von Béla Bartók entstanden in den Jahren zwischen 1914 und 1918. Sie bilden gleichsam das kompositorische Resultat von Bartóks umfänglicher Unternehmung ab 1905, mit einem Phonographen in ungarischen Dörfern so viele Lieder und Volksweisen zu dokumentieren wie nur möglich. Im Jahre 1925 erschien Bartóks grundlegendes Buch über „Das ungarische Volkslied. Versuch einer Systematisierung der ungarischen Bauernmelodien“. Aus diesem wegweisenden Vorhaben resultierten schließlich auch die Kompositionen der „Bauernlieder“ für Klavier, die Bartók in den Jahren 1920 und 1921 (nicht vollständig) uraufführte. Die selektive Darbietung der Lieder entspricht nicht dem zyklischen Konzept, welche die Anlage der Bauerlieder eigentlich kennzeichnet. Auch für die spätere Orchesterbearbeitung der Lieder (1933) sollte Bartók lediglich einen Teil der Sammlung verwenden. Nichtsdestotrotz bilden die „Bauerlieder“ eindrückliche Zeugnisse der kompositorischen Inspiration durch folkloristisches Material, für deren kunstvollen Transfer in den Konzertsaal Bartók bis heute eine singuläre Erscheinung in der Musikgeschichte ist.
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