Camille Saint-Saens (1835-1921) hat mit seiner symphonischen Dichtung DANSE MACABRE OP 40 ein Werk geschaffen, das zunächst von Publikum und Kritik nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen wurde, in späterer Zeit jedoch zu einem populären Klassiker der Musikliteratur avancierte.
Entstanden ist er „Danse macabre“ als Orchesterwerk 1874, geht aber auf eine gleichnamige Lied-Vertonung auf einen Text von Henri Cazalis zurück, die Saint-Saens bereits 1872 schuf.
Der Text handelt, zusammengefasst, vom Teufel, der mit dem Spiel auf seiner missgestimmten Geige die Toten in nächtlicher Umgebung auferweckt, die dann einen schauerlichen Tanz aufführen.
Für die Orchesterfassung sah Saint-Saens den Einsatz einer Solovioline vor, deren E-Saite auf Es umgestimmt war, um dem verstimmten, diabolischen Klang der „Teufelsgeige“ gerecht werden zu können.
Basierend auf der Orchesterfassung schuf der Komponist selbst eine pianistisch sehr anspruchsvolle Version für zwei Klaviere zu vier Händen, Franz Liszt steuerte eine Bearbeitung für Klavier solo dar, Ernest Guiraud fertigte ein Arrangement für Klavier zu vier Händen.
Auch für die Besetzung Violine und Klavier liegt eine eigenhändige Fassung des Komponisten vor.
Die hier betreffende Ausgabe mit dem „Danse macabre“ für Klavier zu vier Händen von Wendy Hiscocks möchte die „Lücke“ zwischen Saint-Saens Zwei-Klaviere-Fassung und Guirauds vierhändigen Version dahingehend schließen, indem sie bestmöglich „der Version des Komponisten für zwei Klaviere so nah als möglich zu kommen versucht“ (zitiert aus dem Vorwort zur Ausgabe).
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