Franz Schubert (1797-1828) gilt als der eigentliche Schöpfer des “Kunstliedes” im Sinne einer verbindlichen neuen Form und hat ca. 600 Lieder komponiert, vertonte Texte zahlreicher Dichter aus verschiedenen Epochen.
Viele seiner Lieder, seien es nun Einzelvertonungen oder aber Einzelnummern aus den großen und bedeutenden Liedzyklen, sind zu regelrechten “Klassikern” avanciert und vielen Menschen, die sich mit klassischer Musik beschäftigen, bis in die heutige Zeit bestens bekannt.
Dazu zählen unbedingt auch die beiden in der Reihe “Schott Einzelausgabe” erschienenen, hier vorliegenden Stücke: DER LINDENBAUM OP 89/5 (AM BRUNNEN VOR DEM TORE) UND HEIDENROESLEIN OP 3/3 (SAH EIN KNAB EIN ROESLEIN STEHN).
“Der Lindenbaum” ist die Nr. 5 aus Schuberts hochbedeutenden, im Februar und Oktober 1827 entstandenen, Liedzyklus “Die Winterreise” (op. 89, D 911) auf Texte von Wilhelm Müller (1794-1827). Es handelt sich dabei um eine der populärsten Nummern dieses Zyklus und wurde im Nachhinein mit einer von Friedrich Silcher (1789-1860) vorgenommenen Bearbeitung der Schubertschen Vorlage als Volkslied “Am Brunnen vor dem Tore” bekannt.
Das “Heidenröslein” wiederum ist eine frühe, im August 1815 entstandene Vertonung auf einen Text von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), die durch ihre recht einfache Form bei leicht fasslicher Melodik sehr eingängig ist.
Beide Lieder sind bei der hiesigen Ausgabe für mittlere Singstimme gedacht, stehen beide in der Tonart E-Dur, wobei dies bezogen auf den “Lindenbaum” die Originaltonart ist beim “Heidenröslein”, das original in G-Dur gesetzt ist, eine Transposition darstellt.
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