Max Reger (1873-1916) komponierte seine ‚3 Gesänge op. 111‘ für Frauenchor im Sommer 1909, ursprünglich für eine vierstimmige Besetzung (SSAA), später bearbeitete er die Sätze aber auch für drei Stimmen (SAA bzw. SSA).
Die Sätze lauten im Einzelnen: ‚1. Im Himmelreich ein Haus steht (Moderato, d-dorisch/d-Moll, 4/4-Takt) – 2. Abendgang im Lenz (Andante, F-Dur, 3/4-Takt) – 3. Er ist’s‘ (Ziemlich bewegt (Poco animato), D-Dur, 6/8-Takt). Die vom Komponisten zur Vertonung ausgewählten sind von ganz verschiedenem Gehalt, so bildet ein anonymes mittelhochdeutsches Gedicht aus dem 12. Jahrhundert in einer Einrichtung von Will Vesper die Grundlage für die Nr. 1, ein naturromantischer Text von Hedwig Kiesekamp (1844–1919) (alias L. Rafael) ist bei der Nr. 2 vertont und das berühmte ‚Frühling lässt sein blaues Band‘ Eduard Mörikes (1804-1875) ist Grundlage der Nr. 3.
Homophone, modal eingefärbte Setzweise (Nr. 1), chromatisch feine Anreicherung mit Fortentwicklung aus einer homophonen Grundstruktur heraus (Nr. 2), sowie ein textbezogen dynamisch und ausdrucksmäßig in verschiedene Abschnitte unterteilter Satz, der im Melodischen von melismatischen Strukturen durchzogen ist (Nr. 3) lassen sich als verwendete Stilmittel ausmachen.
Aus Reihen des Carus Verlags liegt hier nun vor: 3 GESAENGE OP 111C.
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