Philips Peter: 8 KEYBOARD PIECES
Peter Philips (1560/61–1628) verließ England aufgrund seines katholischen Glaubens und ließ sich auf dem europäischen Festland nieder. Von Antwerpen aus, wo er im Dienst von Lord Pager stand, unternahm er zahlreiche Reisen und knüpfte Kontakte zu bedeutenden Musikern seiner Zeit. Unter anderem besuchte er den renommierten Komponisten Sweelinck, der eine seiner Pavanen in eine eigene Bearbeitung übernahm. Gemeinsam mit John Bull trug Philips maßgeblich dazu bei, den englischen Virginalstil in Europa bekannt zu machen.
Das berühmte Fitzwilliam-Virginalbuch enthält neunzehn seiner Werke, die in ihrer melodischen Gestaltung oft von italienischen Einflüssen geprägt sind. Seine Tänze für Tasteninstrumente, insbesondere Pavanen und Galliarden, spiegeln hingegen die typische Formensprache der englischen Virginalmusik wider. Wer sich intensiv mit dem Tastenmusik-Repertoire jener Epoche befassen möchte, findet in dieser Ausgabe eine wertvolle Quelle.
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