Farnaby Giles: 17 PIECES
Giles Farnaby (ca. 1565–1640) zählt zweifellos zu den originellsten Komponisten der englischen Virginalmusik. Da er offenbar nicht als Organist tätig war, unterlag er noch weniger den traditionellen Kontrapunktregeln als sein Zeitgenosse John Bull. Stattdessen entwickelte er eine äußerst individuelle Tonsprache, die sich durch kühne Sprünge, gebrochene Akkorde und virtuose Passagen auszeichnet – auf dem Notenpapier mitunter sogar recht ungewöhnlich wirkt.
Zwar finden sich ähnliche Figuren auch in der Orgelmusik der Tudor-Zeit, und Bull verstand es meisterhaft, sie effektvoll in seine Werke einzubauen. Doch bei Farnaby scheinen die klassischen kontrapunktischen Strukturen regelrecht aufgebrochen zu werden. Seine Kompositionen für Tasteninstrumente weisen stilistisch weit in die Zukunft. Umso wichtiger ist es, sein musikalisches Erbe lebendig zu halten. Die vorliegende Ausgabe leistet hierzu einen wertvollen Beitrag und bewahrt seine Kunst vor dem Vergessen. Wer sich auf die teils anspruchsvolle Spielweise seiner Werke einlässt, wird reich belohnt – mit einem faszinierenden Einblick in die großartige englische Tastenmusik an der Schwelle vom 16. zum 17. Jahrhundert.
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