Memelsdorff Pedro: The Codex Faenza 117
Eine der bedeutendsten mittelalterlichen Quellen für die frühe Tastenmusik ist der „Codex Faenza 117“. Diese Pergamenthandschrift umfasst rund 180 Seiten und wurde um 1420 im Karmeliterkloster von Ferrara begonnen. Etwa 1474/75 wurde sie von dem Mönch Bonadies (Johannes Godenbach) weitergeführt, weshalb das Werk auch als „Codex Bonadies“ bekannt ist. Die Sammlung enthält zahlreiche Instrumentalarrangements von damals populären Motetten der französischen und italienischen „Ars nova“, darunter Werke von Komponisten wie Guillaume de Machaut und Francesco Landino. Für jeden, der sich mit den Ursprüngen der Tastenmusik in Europa auseinandersetzt, stellt diese Ausgabe daher eine unverzichtbare Quelle dar.
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