Pressestimmen

Licht und Liebe in der Krummen Kulturnacht
Ein kleines "Moulin Rouge" im Detmolder Haus der Musik. .
Detmold. „In diesem Jahr haben wir uns die schönen Angelegenheiten der Welt als Thema gegeben“, freute sich Organisatorin Kati Schwind im Namen der Immobilien und Standortgemeinschaft Krumme Straße, kurz: ISG. Seit zehn Jahren richten sie und etliche Freiwillige und Helfer aus den anliegenden Geschäften und Wohnungen diesen Abend aus. Zum Leben erweckt wird diese Nacht dabei stets durch das vielfältige Engagement der großen Zahl von Mitwirkenden – da ist sich Schwind sicher. „Entlang der Krummen Straße und Unter der Wehme sind viele kreative Köpfe versammelt, die uns regelmäßig entsprechend ausgefallene und bunte Ideen bescheren.“

Zur jüngsten Auflage der Krummen Kulturnacht waren einige Gestalter dabei sogar so erfolgreich, dass sich vor ihren Läden oder Bühnen regelrechte Menschenmengen und Warteschlangen ansammelten. Das Haus der Musik etwa wurde für diesen Abend extra umbenannt und kurzerhand zu einer Detmolder Ausgabe des Moulin Rouge umgestaltet. Eine kleine Windmühle wie beim Pariser Original hat Chef Wolfgang Meyer zwar nicht an seiner Fassade anbringen lassen, "wir wissen uns aber zu helfen", sagte er kurz vor dem Start des Abendprogramms - die Mühle und der dazu passende Schriftzug wurden kurzerhand mit einem Beamer an die Wand projeziert.

Eine rote Kordel verwehrte zu diesem Zeitpunkt den gut 50 wartenden Besuchern den Zutritt in das Etablissement, erst wenige Minuten nach 20 Uhr hieß es dann:" Kommen Sie herein, die heißeste Show der Stadt wartet auf Sie", wie es Meyer der Menge entgegen rief. Anders als beim Original in der französischen Hauptstadt fielen hier dann zwar nicht die Hüllen, die Besucher kamen aber dennoch auf Ihre Kosten. Auf einer kleinen Bühne gab es Konzerte und Tanzvorführungen, im vorderen Bereich des Ladens stand ein Spieltisch und zu später Stunde gab es dann sogar noch eine kleine Razzia - zum großen Glück für den Betreiber war diese jedoch inszeniert und gehörte fest zum Ablaufplan des Abends. Verhaftungen musste in dieser Sache kein Gast des Abends fürchten. (LZ Landeszeitung 10/2015, Text/Foto: Torben Gocke)