Pressestimmen


Mut zur Musik
Wolfgang Meyer-Johanning im Interview mit der LZ-Detmold

Ist Musik oder gar Selbstmusizieren heutage noch von Bedeutung?
Meyer-Johanning: Ein klares Ja. Seit es Menschen gibt, gibt es Musik. Musik ist Kultur und nicht aus unserer Gesellschaft wegzudenken.
Musik ist eine multikulturelle Sprache. Sie leistet einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung eines Kindes. Es gibt genügend Beweise, dass Kinder, die ein Musikinstrument erlernen, ausgeglichener, konzentrationsfähiger und für die Verführungen unserer Zeit weniger anfällig sind. Dies möchte ich allen Eltern und Erziehern ans Herz legen - und nicht nur aus rein kommerziellem Interesse.
Natürlich kostet das Geld - die entscheidene Frage bleibt aber, ob dies für die Zukunft unserer Kinder nicht hervorragend investiert ist.

Viele Menschen erinnern sich mit Unbehagen an Ihre Blockflötenstunden in der Kindheit. Ist Blockflöte als Erstinstrument überhaupt noch aktuell? Gibt es Trends, Moden?
Meyer-Johanning: Der Blockflötenunterricht von damals ist mit dem heute nicht mehr zu vergleichen. Inzwischen haben neue pädagogische Erkenntnisse diesen Unterricht, in der Regel nach der musikalischen Früherziehung, kindgerecht verändert, so daß heute kaum noch ein Kind ungern diesen Unterricht besucht..
Zu den Trends: Ja, ich denke, es ist modern, daß Kinder auf eine spielerische Art und Weise Ihr Können mit einbringen - als "Glied eines Ganzen", wie Schiller es vor mehr als 200 Jahren schon von den Menschen gefordert hat.
Das Erlernen und Beherrschen eines Instruments und vielleicht die Mitwirkung in einem Orchester oder in einer Band vermitteln Stolz auf die eigene Leistung, fördern den Teamgeist - und die Freude an der Musik.

Ist wirklich jeder Mensch musikalisch?
Meyer-Johanning: Eine schwierige Frage. Niemand ist unmusikalisch. Natürlich sind die Begabungen bei jedem Menschen anders, wie in anderen Bereichen auch. Doch versuchen kann uns sollte es jeder. Die Musik kann unterschiedliche Funktionen für jeden Menschen haben, ihren Wert hat sie immer.
Es gibt allerdings immer mal Durststrecken, in denen die Jugendliche häufig in der Pubertät alles hinwerfen wollen oder wirklich hinwerfen. Doch später können sie auf Ihre Grundkenntnisse zurückgreifen. Pädagogen und Eltern können den Kindern über diese Phasen hinweghelfen.
Wir bieten von Zeit zu Zeit Schnupperkurse an, die kostenloses, musikpädagogisch begleitetes Kennenlernen eines Instrumentes ermöglichen.

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Ansprechpartner: Wolfgang Meyer-Johanning

(Dezember 1999)