Pressestimmen

Nicht nur zur Weihnachtszeit
Musikinstrument - Geschenk fürs Leben
von Karin Laqua
(12/2004 Lippische Landeszeitung Nr. 301)
.
Nicht nur zur Weihnachtszeit
Musikinstrument - Geschenk fürs Leben
von Karin Laqua
(12/2004 Lippische Landeszeitung Nr. 301)
Detmold. Weihnachten ñ Fest der Liebe, der Geschenke ñ und der Musik. Zu kaum einem anderen Anlass wird so viel musiziert, so viel Musik genossen: in der Kirche beispielsweise, die sich jetzt anlassgebunden regen Andrangs
erfreuen wie selten ñ Motetten, das Weihnachtsoratorium. Viele CDs werden verschenkt. Wie sieht es mit dem Selbermusizieren aus? Liegen wohl viele Instrumente unterm Tannenbaum?


Das Interesse an Musik, am Selbermusizieren ist ungebrochen, erfreut sich wohl sogar wachsender Beliebtheit. Das ist jedenfalls der Eindruck von Wolfgang Meyer-Johanning, Geschäftsführer des Hauses der Musik in Detmold, wo sich die LZ diesmal umsah. ÑDas Interesse selbst zu spielen geht durch alle Altersklassen und alle Schichten. Das freut mich nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch weil es unbestritten ist, dass praxisorientierter Musikunterricht und Musizieren überhaupt Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen fördert, natürlich auch bei Erwachsenen.
Und egal ob jung oder alt ñ das Musizieren, vor allem das gemeinsame, macht einfach sehr viel Freudeì, sagt Wolfgang Meyer-Johanning. Ñ

Musik ist Freude, wer jemandem ein Instrument schenkt, schenkt also Freude, und zwar im Grunde lebenslange.ì
Auch Zubehör und Noten sind beliebte Geschenke ñ für große und kleine Menschen, berichtet Meyer-Johanning. Allerdings werde ein Instrument selten als Überraschung verschenkt, sondern viel mehr als Folge von ñ nachdrücklich ñ geäußertem Wunsch der Kinder und Jugendlichen, Saxophon oder Klarinette zu lernen. ÑEin Musikinstrument ist kein Spielzeugì, so Meyer-Johanning. Im Kundengespräch könne geklärt werden, ob das Kind noch zu jung ist für Trompete oder Querflöte oder ob eventuell extrem ehrgeizige Verwandte hinter dem Wunsch stecken. Zu alt ñ das soll es dagegen nicht geben, sagt er.
Nicht selten komme es vor, dass das Kind eine Blockflöte für die Schule bekommt und Vater oder Mutter die eigene Flöte nach Jahrzehnten wieder hervorkramen und selbst Weihnachtslieder mitspielen.

Der neuste Trend sei das digitale Piano. Meyer-Johanning: ÑPreiswerter als ein Klavier, braucht weniger Platz.ì Das bestätigt Kundin Nicole Krämer, die gerade mit ihren Kindern Simon (9), Matthias (6) und Melina (15 Monate) nach einer kleinen Geige für Matthias gucken möchte. Sie selbst habe als Kind Klavier gelernt, aber lange nicht gespielt ñ die Zeit fehlte. Das digitale Piano sei zurzeit die bessere Alternative. ÑIch kann ja nur üben, wenn Melina schläft. Und wenn ich dann Klavier spielen würde, würde sie wieder aufwachenÖì Mit dem digitalen Piano sei es für sie kein Problem, ganz leise zu spielen. Jetzt möchte sie sich ihren Traum erfüllen und Geige erlernen. Ihre Söhne spielen Blockflöte, nach wie vor das ideale Einsteiger-Instrument, Simon zudem Mundharmonika, und Matthias möchte
jetzt Geige lernen. Da sich aber erst noch erweisen müsse, wie lange dieser Eifer anhält, findet die Mutter es super, dass man Instrumente eine Zeit mieten kann.

Viel entscheidender als das exklusive ñ und teure ñ Instrument sei, so Meyer-Johanning, fundierter Unterricht. Auch um Hilfe bei der Suche nach Privatlehrern werde verstärkt gebeten, da die Musikschulen oft ausgebucht seien und interessierte Schüler(innen), erst recht Erwachsene, auf eine Warteliste setzen müssen.
Der Klassiker ñ unangefochten ñ sei die Gitarre. Meyer-Johanning: ÑEs gibt Bücher, wie man auch ohne Notenkenntnisse Lieder begleiten kann.ì Zu Weihnachten hat man sie geschenkt bekommen ñ und am zweiten Weihnachtstag kann man sich schon selbst begleiten.