Pressestimmen

Noten für Otto Waalkes und die New Yorker Met
Wolfgang Meyer-Johanning aus Detmold liefert Musikalien in alle Welt - Den Profis etwas bieten
(Text: Sabine Flamme-Brüne / Foto: Preuss 07/2005 Lippische Landeszeitung Nr. 169)
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Detmold. Wolfgang Meyer-Johanning kennt sich aus mit klassischer Musik. Und er ist Internet-Fan. Darüber hinaus ist er Geschäftsmann. Als solcher hat er seine Passionen einfach miteinander verbunden: Der Inhaber des "Hauses der Musik" vertreibt Musikalien übers Internet. Und hat sich so einen riesigen Kundenkreis aufgebaut, zu dem auch prominente Musiker gehören.
So bestellen etwa Mitglieder der Metropolitan Opera New York ihre Noten im kleinen Detmold, und andere Kollegen aus der Weltstadt tun es ihnen gleich. Die Deutsche Oper Berlin gehört ebenso zum Kundenkreis wie Musiker aus dem Gewandhaus Orchester Leipzig, von der Hamburger Staatsoper oder den Münchner Philharmonikern. Aber auch Otto Waalkes und seine Band bestellen gerne bei dem Detmolder - wie auch die Juliane-Werding-Band.
Natürlich könnten sie genauso gut woanders bestellen - Notenmaterial ist schließlich Notenmaterial. Aber dass Profi- wie Laien-Musiker aus aller Welt gerne auf das "Haus der Musik" zurückkommen, hat seinen Grund: "Wir arbeiten mit einem Call Center zusammen. Das heißt, man kann bei uns rund um die Uhr Noten bestellen und hat obendrein einen Ansprechpartner", sagt Wolfgang Meyer-Johanning.

Und niemand wundert sich
Praktisch nicht nur für die Kunden aus New York, die nicht auf die Uhr gucken und rechnen müssen, wie spät es denn gerade in Deutschland ist - auch die Kunden von Flensburg bis Bad Reichenhall schätzen diesen Service. Dass ein Pianist aus Süddeutschland "Romantische Stücke" morgens um 2.39 Uhr bestellt, wundert niemanden mehr. Der Service ist schließlich da, um genutzt zu werden.

Durch seinen Bestelldienst hat Meyer-Johanning einen Kundenkreis von 13000 Musikern aufgebaut, täglich gehen im Schnitt 200 Bestellungen per Internet ein. Der kleine Laden in der Bruchstraße sieht allerdings - trotz wohl gefüllter Regale - gar nicht so aus, als hätte er derart viel Notenmaterial vorrätig. "Haben wir auch nicht. Ein solch großes Lager wäre viel zu teuer", erklärt Wolfgang Meyer-Johanning. Er wird von einem Grossisten in München beliefert, der die gewünschten Noten über Nacht nach Detmold expediert, von wo aus das "Haus der Musik" sie in alle Welt verschickt.

Nicht selten gehen auch dicke Notenpakete von Detmold aus auf den Weg nach Japan. "Dort kosten Noten etwa doppelt so viel wie in Deutschland", weiß Meyer-Johanning, der mit seiner Geschäftsidee im klassischen Bereich eine Nische besetzt. "Im Rock- und Popbereich ist das Internetgeschäft längst etabliert. Bei den klassischen Musikern gibts noch Potenzial. Uns interessiert vor allem der Profi - dem wollen wir was bieten."