Pressestimmen

Internet zum Mitmachen

Die sogenannte zweite Phase des Internets bietet auch für den Online-Handel neue Möglichkeiten. Im Zentrum steht die Kommunikation gleich gesinnter Kunden miteinander und mit dem Unternehmen.

(A. Duscha, N. Finke, C. Kuhn, handelsjournal, Das Wirtschaftsmagazin für den Einzelhandel, 02/2007 ) .

Der Begriff Web 2.0 ist bei der Beschäftigung mit den Diensten des Internets derzeit in aller Munde - doch was sich dahinter verbirgt, ist oftmals nicht bekannt. So gaben bei einer Umfrage im vergangenen Jahr lediglich sechs Prozent der 16- bis 65-jährigen Deutschen an, den Begriff zu kennen. Aufklärung ist also angesagt. Web 2.0 steht als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Einzelentwicklungen und Veränderungen des WorldWideWeb (WWW) und nicht etwa für eine zentrale Innovation oder eine komplette Neuentwicklung des (WWW). Mit modernen Technologien und Werkzeugen ist es heute jedem möglich, ohne HTML- oder Programmierkenntnisse selbst Inhalte im Internet zu verbreiten. Dies kann in unterschiedlichen Formen geschehen:

Durch die Darbietung von Informationen oder Meinungen in Online-"Tagebüchern", so genannten Weblogs (Blogs), Bilder oder Fotos in Tauschplattformen wie etwa flickr, Videos bei YouTube oder MyVideo.

Ein weiteres bekanntes Beispiel ist Wikipedia, ein Online-Nachschlagewerk, in dem jeder Internetnutzer nahezu ohne Beschränkungen eigene Artikel verfassen oder auch fremde Artikel ändern kann. So wird Web 2.0 gelegentlich als "Mitmach-Web" umschrieben.

Dieses hat auch der Online-Handel bereits für sich entdeckt. So lassen sich beispielsweise bei Amazon Marketplace Bewertungen abgeben, in den Foren von computeruniverse.net Produktdiskussionen führen oder bei musikalienhandel.de Notenblätter hochladen.

Reale Zukunftsmusik: Noten kaufen, einsehen und hochladen

Internet-Musikhandel mal anders: Jenseits von Musikload-Plattformen für die neuesten Charts hat das Detmolder "HAUS DER MUSIK" den Web 2.0-Ansatz für den klassischen Musikalienhandel umgesetzt. Unter der Adresse musikalienhandel.de stellt das Unternehmen einen umfassenden klassischen Online-Shop mit Instrumenten, Noten und weiteren thematisch relevanten Büchern bereit.

Für viele Musiker ein attraktives Angebot: Der möglicherweise lange Weg zum nächsten Fachhandelsgeschäft entfällt, und man muss dennoch nicht die Katze im Sack, sprich: die Noten zwischen geschlossenen Buchdeckeln kaufen. Vielmehr können die Kunden Noten einsehen und an so genannten "Wergesprächen" zu den angebotenen Produkten teilnehmen. Mit eigenen Scans können sie zudem den Austausch auf dem musikalienhandel.de-Server beleben und den Nutzen für andere Kunden erhöhen - und werden dafür auch belohnt: Für jede hochgeladene Notengrafik inklusive einer Titelabbildung zahlt das Haus der Musik dem Kunden 49 Cent. Ein Geschäftsmodell, dem die neue musikzeitung eine Vorreiterrolle für die Branche zuschreibt.