Pressestimmen

Leidenschaft im Rampenlicht

Workshop der Fernseh-Band Ñheavytonesì kommt bei jungen lippischen Musikern sehr gut an

(Lippische Landeszeitung 09/2008, Text cd, Foto: Dick ) .

Lemgo (cd). ÑSensationellì, würde Stefan Raab wohl sagen, wenn er seine 8 Vollblut-Musiker und die 40 enthusiastischen Workshop-Teilnehmer in der Karla-Raveh-Gesamtschule gehört hätte. Der großartige Gig erinnerte ein wenig an ÑTV Totalì, nur dass in Lemgo die Ñheavytonesì länger spielten als 2 Minuten und 13 Sekunden.

Spulen wir aber zunächst ein paar Tage zurück. Die Ñheavytonesì, musikalisches Gerüst der ÑPro7ì-Sendung ÑTV Totalì, sind für einen Workshop nach Lippe gekommen. Nicht etwa, weil ihnen nach 1210 ÑLate-Nightì-Sendungen und einigen Konzerttourneen langweilig wäre, sondern für die Nachwuchsförderung.

ÑWas wir hier vermitteln, sind allgemeingültige Dingeì, meint Herbert (ÑHerbì) Jösch, Schlagzeuger der Band, über den Lehrgang, den das ÑHaus der Musikì in Kooperation mit der Firma Yamaha für Jugendliche und junge Erwachsene veranstaltet hat. Das ganze Wochenende über haben 40 Teilnehmer unter Profi -Anleitung in den Proberäumen der Detmolder Musikhochschule geprobt. Songs von Amy Winehouse, ÑInkognitoì, Prince und Britney Spears liegen als Ñheavytonesì-Arrangements während des Workshops auf den Notenständern. ÑDi-da-di-da-dum, Pa-pa-pa-pauì, demonstriert ÑHerbì einen Rhythmus, während Bassist Dominik Krämer dazu animiert, Ñdynamischerì zu spielen. Die Jungs sind ganz locker und in diesem Rahmen so gar nicht prominent. ÑDie Leute sollen inspiriert aus dem Workshop gehenì, sagt Bandgründer ÑHerbì.

Inspiriert und hingerissen ist Henrike Jonak. ÑIch fi ndí ja die Band total geilì, sagt die

28-jährige Referendarin lächelnd, Ñund mache mit, um ein bisschen Musik zu machen.ì Später, beim Abschlusskonzert in Lemgo, wird sie mit einem Saxophon-Solo glänzen

und zusammen mit den anderen Workshop-Musikern leidenschaft lichen Rock, Pop, Soul, Latin und Funk unter die Menschen bringen. Unter den Wissensdurstigen sind auch Johanna Nolte (Posaune), Jens-Arne Elias (E-Bass), Felix Hampel (Schlagzeug), Philipp Spalting (Keyboard) und Manuel Lauterbach (Gitarre) von der Detmolder Nachwuchsband Ñex nuncì. ÑDie ,heavytonesë sind super Musiker, und haben

bestimmt eine Menge zu sagenì, sind sie sich einig, auch wenn sie lieber in ihrer Band-Konstellation geübt hätten. Doch zu Beginn sind die Teilnehmer je nach Vorbildung in drei Gruppen aufgeteilt worden. Wolfgang Meyer-Johanning, Geschäft sführer des ÑHauses der Musikì ist zufrieden: ÑUnsere Wunsch-Zielgruppe ist im Prinzip schon das, was wir hier abbilden: Schüler und Studenten.ì Und für die sei es wichtig, eine solche Förderung anzubieten, ergänzt Professor Oliver Groenewald von der ÑLinie Kì,

einer Kooperation, die sich für Kultur engagiert. ÑOhne diesen Workshop hätten die jungen Musiker gar nicht die Chance, von so einer Band zu lernen.ì

Die Ñheavytonesì kommen an: ÑMan respektiert natürlich, dass sie bekannt sindì, meint Schulmusik-Studentin Miriam Pospich (21), Ñaber sie strahlen keine Arroganz aus. Sonst würden wir uns total minderwertig fühlen.ì Musik verbindet, sagt das Klischee. Oliver Groene-wald ist sich sicher: ÑDie Kommunikation sind die Noten. Am besten sprechen alle Musik.ì