Pressestimmen

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Im E-Commerce ist Musik

Musikalienhandel.de verkauft Noten und Musikinstrumente über das Internet. Für den Vertrieb der Instrumente war deshalb eine Anpassung des E-Payments notwendig. Diese kommt nun via B+S Card Service von Giropay.

Das Haus der Musik in Detmold hat im E-Commerce die Nase vorn. Die Online-Plattform www.musikalienhandel.de, über die das Musikhaus seit sieben Jahren Spezialnoten vertreibt, ist Chefsache. Geschäftsführer Wolfgang Meyer-Johanning ist stolz darauf, wie sich das E-Geschäft entwickelt hat. Rund 40% seines Gesamtumsatzes kommt über den Webshop. Im Frühjahr 2009 ging Meyer-Johanning einen Schritt weiter. Seither bietet der Musiker auch Musikinstrumente in seinem E-Shop an: Violinen, Gitarren, Waldhörner Trompeten, Posaunen, Saxophone, Marimbaphone und Schlagzeuge können allesamt freihaus bestellt werden. Auch Digitalpianos und ein digitaler Flügel sind zu haben.

ÑDie Herausforderung ist das Payment, nicht der Transportì, gibt Wolfgang Meyer-Johanning, Geschäftsführer des Hauses der Musik und Betreiber des E-Shops, zu bedenken. ÑDas teuerste Instrument im E-Shop, das Digitalpiano Yamaha CVP-409 PM, kostet rund 8.000 Euro. Da sind die gängigen Bezahlverfahren wie Lastschrift und Kreditkarte nur bedingt geeignet, weil bei vielen Kunden der vereinbarte Kreditrahmen zur Bezahlung des Instrumentes nicht ausrecht.ì Für den Vertrieb von Musikinstrumenten wurde deshalb auf Musikalienhandel.de in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Detmold und B+S Card Service ein weiteres Bezahlverfahren eingeführt: die Online-Überweisung über Giropay. Bei Giropay können die Käufer das Geld bequem per Online-Banking mit PIN und TAN überweisen.

Im Notenversand arbeitet das Musikhaus schon seit längerem mit B+S Card Service, einem Beteiligungsunternehmen des Deutschen Sparkassenverlags, zusammen. Die Bezahlung auf Rechnung wird auf Musikalienhandel.de für Instrumente nicht angeboten. Das Risiko wäre zu groß. Für den Online-Kunden bedeutet die Einführung von Giropay ein Plus an Service und Sicherheit. Die E-Payment-Software leitet den Käufer dazu von Musikalienhandel.de auf eine Online-Banking-Seite seiner Bank oder Sparkasse. Dort führt er in der Hoheit seines Instituts seine Transaktion unter Eingabe von PIN und TAN durch. Giropay bietet auch Vorteile für den Händler: Dadurch, dass er bei einer Giropay-Transaktion direkt eine Zahlungsgarantie erhält, muss er nicht befürchten, dass der Kunde seine Überweisung sofort ohne weiteres wieder rückgängig macht.

Die Kunden nehmen das Angebot an Musikinstrumenten und Zubehör gut an. Innerhalb der ersten drei Monate hat das Haus der Musik in Detmold über seinen E-Shop Musikalienhandel.de bereits über 80 Bestellungen erhalten. Retouren gibt es bei den Instrumenten bisher praktisch keine. Das Gros der Kunden sind Profimusiker, und die kennen die Instrumente, die auf Musikalienhandel.de angeboten werden. ÑWir haben uns bewusst auf Instrumente von Yamaha beschränktì, erläutert Geschäftsführer Meyer-Johanning. ÑYamaha ist ein Begriff in der Branche. Die Musiker wissen, wie sich so ein Instrument anfühlt und wie es klingt. Die zweite große Kundengruppe sind Musikschüler, die auf Empfehlung ihrer Lehrer bei uns einkaufen. Da kommt nur selten ein Instrument zurück. Trotzdem ist ein Instrument ein beratungsintensives Produkt. Wir haben unseren E-Shop deshalb mit einer Telefonberatung kombiniert, in der unsere auf Yamaha-Produkte geschulten Mitarbeiter individuell beraten.ì

Auch ausländische Kunden schätzen das Notenangebot, denn viele Notensammlungen sind im Ausland nur schwer oder zu höheren Preisen erhältlich. Sogar aus dem asiatischen Raum gehen Bestellungen ein, und das, obwohl bisher nur eine deutsche Version der Website online ist. ÑWir waren überrascht, als wir die ersten Bestellungen aus Asien erhieltenì, so Meyer-Johanning.

ÑAber das Brahmslied heißt in allen Sprachen Brahmslied, da ist es anscheinend einfach, mit wenigen Deutschkenntnissen sich im Shop zu orientieren. Ein Japaner setzt monatlich rund 70 Euro bei uns um.ì Für Stammkunden aus Japan rentiert es sich allemal, bei Muskalienhandel.de vorbeizuschauen. Schließlich kostet eine Partitur von Mozarts Zauberflöte hierzulande nur rund 120 Euro. In Japan muss man dafür doppelt so viel bezahlen. Da ist es attraktiv auch kleinere Bestellungen aufzugeben ñ Noten für 22,30 Euro zuzüglich sechs Euro Porto zum Peispiel. Innerhalb von fünf tagen trifft das Päckchen beim Empfänger ein. Die Kunden kommen aber auch aus Korea, Bulgarien und Bosnien und aus Österreich und der Schweiz. ÑWir liefern täglich Noten in alle Weltì, erzählt der Geschäftsführer stolz. ÑUnsere ausländischen Kunden bezahlen alle mit Kreditkarte. Eine andere Bezahlform ist hier nicht möglich. Den Payment Bereich werden wir demnächst auch auf Englisch anbieten. Bis Mitte nächsten Jahres wollen wir dann die ganze Website zweisprachig gestalten.ì

Das Gros des Umsatzes macht Musikalienhandel.de aber nach wie vor mit dem Spezialversand für Noten. Hier kommt es gelegentlich vor, dass ein Artikel beim Großhändler vergriffen ist. In diesem Fall wird der Kunde benachrichtigt und eine Rückabwicklung des Payment-Vorgangs veranlasst. Über die Weboberfläche von B+S geht das mit wenigen Klicks und einem Knopfdruck. ÑFrüher war es umständlich, eine Gutschrift nach Kreditkartenzahlung zu machenì, so Meyer-Johanning. ÑWir haben aus Datenschutzgründen Kreditkartendaten nach der Eingabe des Auftrags sofort vernichtet. Wenn eine Rücküberweisung fällig war oder eine Retoure kam, mussten wir zuerst die Bankverbindung des Kunden erfragen, um ihm das Geld überweisen zu können. Über B+S läuft das alles jetzt volldigitalisiert, und wir brauchen uns um die Speicherung von Bank- und Kreditkartendaten keine Gedanken zu machen.ì Heute sind die Prozesse im E-Shop durchgängig strukturiert und es gibt keine Medienbrüche mehr. Das Payment ist bei Musikalienhandel.de Teil einer umfassenden E-Commerce-Strategie. Denn Meyer-Johanning ist überzeugt: ìDer Einzelhandel wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Große Teile werden ins Internet abwandern. Dabei geht es nicht nur um den klassischen Distanzhandel. Wir sehen schon heute, dass ortsansässige Studenten sich den Weg in unser Musikhaus sparen und sich lieber über Musikalienhandel.de ihre Noten nach Hause liefern lassen. Diesen Service ñ Bestellung rund um die Uhr und Lieferung frei Haus ñ gibt es nur im Internet. Will man wie wir hochwertige Produkte im Web verkaufen, muss man aber nicht nur Service anbieten, sondern auch an seiner Reputation arbeiten. Beim Payment können wir mit B+S den kompletten Mix anbieten und in Zukunft weitere Verfahren integrieren. Unsere Hausbank, die Sparkasse Detmold, hält uns zusätzlich über Trends auf dem Laufenden. Für die Verbesserung unserer Reputation haben wir bereits einen Antrag auf das Trusted-Shops-Siegel gestellt. Die Möglichkeiten im E-Commerce sind noch lange nicht ausgereizt. Da ist noch richtig Musik drin, da wird noch eine Menge passieren.ì Und so geht der Internetpionier immer wieder neue Wege. Im Juni 2009 hat er zum Beispiel eine Initiative auf Youtube gestartet, bei der er Musiker dazu aufruft, ihre Videos auf Musikalienhandel.de zu veröffentlichen. Der E-Shop soll dadurch eine Art Community-Plattform werden, auf der Musiker Tipps für Musiker geben.

(aus e-commerce magazin 08/2009, Text: Marion Schwenk)